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	<description>Wissenschaft und Forschung in Braunschweig</description>
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		<title>Flugzeugtanks voller Algen</title>
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		<pubDate>Tue, 01 Jun 2010 09:52:55 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Haus der Wissenschaft</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemeines]]></category>

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		<description><![CDATA[Fliegen wir bald mit der Hilfe von Algen? Wird unser Stromverbrauch bald durch Energie aus Abwasser gedeckt? Energie aus Wind und Sonne sind uns mittlerweile vertraut und gehören zu unserem Alltag. Aber Abwasser? Ein Stoff, den man eigentlich einfach nur loswerden will?
Dass Abwasser eben nicht nur Müll oder wertloses Material ist, stellte Andreas Hartmann, Geschäftsführer [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Fliegen wir bald mit der Hilfe von Algen? Wird unser Stromverbrauch bald durch Energie aus Abwasser gedeckt? Energie aus Wind und Sonne sind uns mittlerweile vertraut und gehören zu unserem Alltag. Aber Abwasser? Ein Stoff, den man eigentlich einfach nur loswerden will?<span id="more-910"></span></p>
<p>Dass Abwasser eben nicht nur Müll oder wertloses Material ist, stellte Andreas Hartmann, Geschäftsführer der Stadtentwässerung Braunschweig, in seinem Vortrag beim 2. Braunschweiger Energiecafé dar. Unsere Abwässer taugen zur Energiegewinnung und enthalten obendrein wertvolle Stoffe. Wenn alle Komponenten optimal genutzt würden, könnte dadurch sehr viel Energie und Geld gespart werden.</p>
<p>Bis es soweit ist, müssen aber noch einige Probleme aus dem Weg geschafft werden. Im Moment ist es noch nicht möglich, alle Wertstoffe wie zum Beispiel Phosphor und Stickstoff aus dem Abwasser herauszulösen. Wichtige Ressourcen sind durch das Wasser extrem verdünnt und Schwermetalle belasten die im Abwasser enthaltenen Nährstoffe. Abhilfe könnte hier ein getrenntes Sammeln der verschiedenen Abwässer schaffen, was sich in der Umsetzung jedoch als sehr schwierig erweist. Erste Versuche damit sind in der Region Braunschweig bei der Umgestaltung des Autohofs Watenbüttel geplant. Dort soll das so genannte Gelbwasser von den anderen Abwässern getrennt und als Stickstoffdünger genutzt werden. Ob das System langfristig auf die Abwasserverwertung ganzer Städte angewandt werden kann wird sich zeigen. Sicher ist, dass Braunschweig im Bereich Abwasserverwertung eine Vorreiterrolle eingenommen hat und neue Möglichkeiten zur Energiegewinnung aus Abwässern erforscht. Bereits jetzt werden in Braunschweig 8000 Bürger mit Energie versorgt, die aus Biogas stammt. Dieses Biogas wird aus Klärschlamm und den nachwachsenden Rohstoffen gewonnen, die wiederum mit Braunschweiger Abwasser gedüngt und gewässert werden.</p>
<p>Nicht Abwasser sondern Algen sind das Spezialgebiet von Prof. Otto Pulz von der IGV GmbH Potsdam. Mit seiner Forschung im Bereich Mikroalgen versucht er dem Ziel, eines Tages marktfähigen Flüssigbrennstoff aus Algen herstellen zu können, näher zu kommen. Was zunächst sehr unwahrscheinlich klingt, hat durchaus Potential: Diese unscheinbaren Organismen sind, bezogen auf die Grundanbaufläche, deutlich ergiebiger als höhere Pflanzen. Im Gegensatz zu anderen Pflanzen, die zur Energiegewinnung angebaut werden, stehen Algen nicht in Konkurrenz mit der Landwirtschaft und der damit verbundenen Nahrungsmittelproduktion auf der Erde. Und was besonders interessant ist: Da aus Algen Flüssigtreibstoff gewonnen werden kann, stellen sie angesichts schwindender Ölvorräte für Fluggesellschaften eine wünschenswerte Alternative dar. Allerdings ist die Produktion von Biosprit aus Algen derzeit noch zu teuer, um als wirkliche Alternative zum Öl bestehen zu können. Der Anbau in den notwendigen großen Mengen ist  zurzeit nicht möglich. Die Option einer industriellen Herstellung von Algen im großen Stil erwartet Pulz erst für die nächsten 30 Jahre.</p>
<p>Es wird wohl noch einige Zeit dauern, bis wir mit Algen in die Luft gehen und unsere Glühbirnen mit Abwasser zum Leuchten bringen. Dem Publikum im Energiecafé ist aber sicherlich klargeworden, dass sowohl Algen als auch Abwasser in Zukunft eine große Rolle für unsere Energieversorgung spielen könnten.</p>
<p>(Autorin: Carina Teufel)</p>

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		<title>Tatsachen?Forschung unter der Lupe</title>
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		<pubDate>Thu, 27 May 2010 10:15:11 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Haus der Wissenschaft</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemeines]]></category>
		<category><![CDATA[Veranstaltung]]></category>
		<category><![CDATA[Vortrag]]></category>

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		<description><![CDATA[Inseln der Wahrheit in einem Meer von Irrtümern

Bei heiklen Entscheidungen berufen sich Politik und Wirtschaft gerne auf wissenschaftliche Studien. Erforschte und bewiesene Theorien sollen Sicherheit bei komplexen Fragestellungen geben. Fragt sich nur: Auf welchem Wege kann die Wissenschaft die Wahrheit finden oder das gesuchte Ergebnis erzielen?
Denn was ist Wahrheit? Und woher wissen wir eigentlich, ob [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Inseln der Wahrheit in einem Meer von Irrtümern</p>
<p><a href="http://blog.hausderwissenschaft.org/wp-content/uploads/2010/05/P1030551.jpg"><img class="size-thumbnail wp-image-905" title="P1030551" src="http://blog.hausderwissenschaft.org/wp-content/uploads/2010/05/P1030551-150x150.jpg" alt="" width="150" height="150" /></a></p>
<p>Bei heiklen Entscheidungen berufen sich Politik und Wirtschaft gerne auf wissenschaftliche Studien. Erforschte und bewiesene Theorien sollen Sicherheit bei komplexen Fragestellungen geben. Fragt sich nur: Auf welchem Wege kann die Wissenschaft die Wahrheit finden oder das gesuchte Ergebnis erzielen?<br />
Denn was ist Wahrheit? Und woher wissen wir eigentlich, ob etwas wahr ist? <span id="more-901"></span></p>
<p>Eine schwierige Fragestellung, auf die es bestimmt genauso viele falsche wie auch wahre Antworten gibt. Prof. Dr. Gerhard Vollmer  hatte daher bewusst den Titel „Wir irren uns empor“ für seinen Vortrag gewählt, eine Aussage, die sowohl den pessimistischen Teil „irren“ als auch den optimistischen Teil „empor“, als Zeichen einer Möglichkeit der Annäherung an die Wahrheit, enthält. Denn seiner Meinung nach kann man nicht in einem Ozean voller Wahrheit einzelne Irrtümer herausfischen, sondern das Gegenteil ist der Fall. Wir sind von einem Ozean voller Irrtümer  umgeben, in dem nur vereinzelt Inseln der Wahrheit schwimmen.<br />
Sieht man sich die Möglichkeiten zur Wahrheitsfindung einmal an, wird klar, welche Schwächen diese haben. Egal ob man sich auf seine Erfahrung beruft, auf Beobachtungen (Vollmer führt hier das oft zitierte Beispiel der weißen und schwarzen Schwäne an), auf Überzeugungen: All diese Methoden bergen große Unsicherheiten und sind letzten Endes kein Argument für die Wahrheit. Selbst logische Schlussfolgerungen garantieren keinen Wahrheitsgewinn, da sie wiederum mit Voraussetzungen arbeiten, die nicht bewiesen sind.<br />
Doch was können wir nun mit all diesen Informationen auf dem Weg zur Wahrheitsfindung anfangen? Welche Konsequenzen ergeben sich für die Naturwissenschaften aus diesen Irrtümern?  Vollmer appelliert hier an die Toleranz gegenüber Fehlern. Wir sollten Fehler erwarten und darauf hoffen, sie eliminieren zu können.  Im Laufe der Evolution hat sich gezeigt, dass man nicht perfekt sein muss um zu überleben, sondern immer nur etwas besser als zu früheren Zeiten.  Fortschritt bedeutet seiner Meinung nach, weniger Fehler zu machen.<br />
Bleibt uns nur festzustellen: Wir wissen nichts. Wir können immer irren. Aber wir können versuchen, Falsches als falsch zu erkennen und somit den Fortschritt mitgestalten.</p>
<p>(Autorin: Carina Teufel)</p>
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		<title>&#8220;Rahn müsste schießen&#8221;&#8230;</title>
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		<pubDate>Fri, 21 May 2010 14:16:18 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Haus der Wissenschaft</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemeines]]></category>

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		<description><![CDATA[… oder „Da kommt der Ball auf Müller“ lautet der Titel des Fußballvortrags von Prof. Dr. Ulrich Menzel, Institut für Sozialwissenschaften der TU Braunschweig, am Montag, den 17. Mai 2010. Es sind größtenteils – wie könnte man es auch anders erwarten – Männer, im Haus der Wissenschaft versammelt, die gespannt den „Philosophischen Betrachtungen über die [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>… oder „Da kommt der Ball auf Müller“ lautet der Titel des Fußballvortrags von Prof. Dr. Ulrich Menzel, Institut für Sozialwissenschaften der TU Braunschweig, am Montag, den 17. Mai 2010. Es sind größtenteils – wie könnte man es auch anders erwarten – Männer, im Haus der Wissenschaft versammelt, die gespannt den „Philosophischen Betrachtungen über die Lehrsätze des deutschen Fußballs und der Konstruktion des Spiels durch den Fußballreporter“ folgen.<span id="more-885"></span></p>
<p>„Eine Fußballweltmeisterschaft ist alle vier Jahre, und wann sieht man ein solches Endspiel, so ausgeglichen, so packend, jetzt Deutschland am linken Flügel durch Schäfer, Schäfers Zuspiel zu Morlock wird von den Ungarn abgewehrt, und Bozsik, immer wieder Bozsik, der rechte Läufer der Ungarn am Ball. Er hat den Ball verloren diesmal, gegen Schäfer &#8211; Schäfer nach innen geflankt &#8211; Kopfball – abgewehrt &#8211; aus dem Hintergrund müsste Rahn schießen – Rahn schießt! – <a href="http://www.youtube.com/watch?v=N0avCtHStIk" target="_blank">Tooooor! Tooooor! Tooooor! Tooooor!</a>“<br />
Die Stimme des Reporters Herbert Zimmermann ist wohl bei fast jedem Deutschen, ganz egal, ob er am 4. Juli1954 das Endspiel der Fußballweltmeisterschaft live mit verfolgen konnte oder nicht, fest im Gedächtnis verankert. Bevor Prof. Dr. Menzel mit seinem Vortrag beginnt, zeigt er den Anwesenden die Videos der entscheidenden Torschüsse der Weltmeisterschaften aus den Jahren 1954, 1974 und 1990.<br />
Anschließend geht er näher auf die einzelnen Endspiele der drei Jahre ein und betrachtet die Kommentare der Reporter. Hierbei vergleicht er die sich langsam aufbauende Dramatik des Fußballspiels mit dem literarischen Drama.</p>
<p>Weiter geht´s mit einigen Lehrsätzen des deutschen Fußballs, begonnen mit dem wichtigsten: „Der Ball ist rund“.<br />
Auch erklärt Menzel noch einmal die Definition der Nachspielzeit und erheitert das Publikum mit Zitaten wie „Abseits ist, wenn der Schiedsrichter pfeift“ (Franz Beckenbauer), „Fußball ist ein Spiel, wo 22 Spieler dem Ball hinterherrennen und ein Schiedsrichter pfeift – und am Ende gewinnen immer die Deutschen“ (Garry Lineker) oder „Wenn man ein 0:2 kassiert, ist ein 1:1 nicht mehr möglich.“ (Aleksandar Ristić).</p>
<p>Für alle Interessierten und zur Einstimmung auf die Fußballweltmeisterschaft 2010 in Südafrika gibt es <a href="http://www-public.tu-bs.de:8080/~umenzel/inhalt/reden/Rahn_muesste_schiessen.pdf" target="_blank">hier</a> den Vortrag von Prof. Dr. Menzel nachzulesen.</p>
<p>Einen weiteren Fußball-Vortrag des Haus der Wissenschaft gibt es am 3. Juni 2010. Dann geht es um „Die Physik des Fußballspiels“ (Prof. Metin Tolan, TU Dortmund).</p>
<p>Und nicht vergessen: 54, 74, 90, 2010!<br />
 <img src='http://blog.hausderwissenschaft.org/wp-includes/images/smilies/icon_smile.gif' alt=':)' class='wp-smiley' /> </p>
<p>(Autorin: Friederike Lehmann)</p>

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		<title>2030 &#8211; Unsere autofreie Zukunft?</title>
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		<pubDate>Thu, 29 Apr 2010 13:04:34 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Haus der Wissenschaft</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Den 22. April 2030 sollten Sie sich schon mal vormerken. Diesen Termin schlug Markus Weißkopf, Geschäftsführer im Haus der Wissenschaft, vor, um die Visionen und Konzepte zu überprüfen, die zum Thema „2030 – unsere autofreie Zukunft“ vorgestellt wurden.
Stephan Rammler, Professor am Institute for Transportation Design der HBK Braunschweig, hatte im ersten Beitrag des Abends das [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Den 22. April 2030 sollten Sie sich schon mal vormerken. Diesen Termin schlug Markus Weißkopf, Geschäftsführer im Haus der Wissenschaft, vor, um die Visionen und Konzepte zu überprüfen, die zum Thema „2030 – unsere autofreie Zukunft“ vorgestellt wurden.<span id="more-873"></span></p>
<p>Stephan Rammler, Professor am Institute for Transportation Design der HBK Braunschweig, hatte im ersten Beitrag des Abends das Ende unserer heutigen Mobilitätskonzepte prognostiziert. Seiner Meinung nach liegt die Zukunft der Mobilität in der Entwicklung autofreier Konzepte. In seinem Impulsvortrag stellte er klar, dass die jetzigen Mobilitätskonzepte im Zuge einer kollektiven Debatte grundlegend verändert werden müssten. Eine Entindividualisierung der Mobilität hin zum Kollektivverkehr sei nötig. Wie diese neuen Konzepte aber konkret aussehen sollten und wie sie politisch und gesellschaftlich durchgesetzt werden könnten, das muss wohl noch erarbeitet werden.</p>
<p>Als Leiter der Abteilung Zukunftsforschung und Trendtransfer der Volkswagen AG konnte Wolfgang Müller-Pietralla den autofreien Visionen Rammlers (natürlich) nicht zustimmen. 20 Jahre seien eine zu kurze Zeit, um die bestehenden Mobilitätskonzepte komplett umzugestalten. Er konzentrierte sich darauf verschiedene Trends und Pläne vorzustellen, die die Mobilität der Zukunft zwar verändern, nicht aber umgestalten würden. Sein Zukunftsausblick zeigte auf, was technisch machbar sein und mit welchen Zusatzfunktionen Autofahrern das mobile Leben erleichtern  könnte. In einem Punkt stimmte er aber mit Stephan Rammler überein: Integrierte Verkehrskonzepte und Elektronische Antriebe sind entscheidende Punkte einer zukünftigen, besseren Mobilität. Eine Aussage die von Jan Oliver Löfken dankbar aufgegriffen wurde. Gerade im Bereich Elektromobilität habe seine Zunft kläglich versagt. Ohne kritisch zu hinterfragen seien die Entwicklungen im E-Sektor bejubelt worden, so das TELI-Vorstandsmitglied und Redakteur von Wissenschaft aktuell. Dabei gebe es viele Aspekte, die gegen die Elektromobilität sprächen. Batterien sind derzeit noch sehr teuer, der Lithiumbedarf wird in den nächsten Jahren enorm steigen und zu neuen Problemen führen und wegen der geringen Reichweite der Batterien ist der Einsatz von E-Mobilen bisher nur im Stadtverkehr sinnvoll. Müsste der Trend aber nicht hin zur Nutzung öffentlicher Verkehrsmittel gehen und Städte so geplant werden, dass auf die Nutzung von Automobilen, einschließlich E-Mobile, verzichtet werden kann?</p>
<p>Diese Frage griff das eifrig mitdiskutierende Publikum begierig auf. Wie könnte eine Stadt aussehen, in der Autos nicht mehr nötig wären? Kürzere Wege müssten die Städte der Zukunft bieten, dem Flächenfraß durch den Verkehr müsste Einhalt geboten werden. Auch im Bereich alternativer Kraftstoffe forderte das Publikum weitere Anstrengungen in der Forschung und die Weiterentwicklung neuer Antriebsstoffe.<br />
Wolfgang Müller-Pietralla fand daher ein positives Schlusswort: Was die Nutzung neuer Energiequellen betrifft gebe es große Potentiale. Wichtig sei nur der Wille, etwas verändern zu wollen.<br />
Na dann, bis zum 22. April 2030.</p>
<p>Hier die Vorträge von Prof. Rammler und Jan Oliver Löfken zum Nachhören:</p>
<p>(Autorin: Carina Teufel)<br />

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		<title>Wunderkammer Wissenschaft</title>
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		<pubDate>Tue, 13 Apr 2010 09:55:02 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Haus der Wissenschaft</dc:creator>
				<category><![CDATA[Veranstaltung]]></category>

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		<description><![CDATA[„Wo finde ich denn hier den Saturn?“ Bei dieser Frage kann es zurzeit in den Schloss-Arkaden Braunschweig zu Verwirrungen kommen. Denn hierbei wird nicht nach dem Technikmarkt gefragt, sondern nach der derzeitigen Ausstellung „Wunderkammer Wissenschaft“ der Helmholtz-Gemeinschaft.
Innerhalb dieser Ausstellung präsentieren sich die 16 Helmholtzzentren auf der gesamten unteren Etage mit aufregenden Bildern aus der Wissenschaft, [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://blog.hausderwissenschaft.org/wp-content/uploads/2010/04/CIMG0479.jpg"><img class="size-thumbnail wp-image-855 alignnone" title="CIMG0479" src="http://blog.hausderwissenschaft.org/wp-content/uploads/2010/04/CIMG0479-150x150.jpg" alt="Sternenexplosion" width="150" height="150" /></a>„Wo finde ich denn hier den Saturn?“ Bei dieser Frage kann es zurzeit in den Schloss-Arkaden Braunschweig zu Verwirrungen kommen. Denn hierbei wird nicht nach dem Technikmarkt gefragt, sondern nach der derzeitigen Ausstellung „Wunderkammer Wissenschaft“ der <a href="http://www.helmholtz.de/" target="_blank">Helmholtz-Gemeinschaft</a>.<span id="more-854"></span><br />
Innerhalb dieser Ausstellung präsentieren sich die 16 Helmholtzzentren auf der gesamten unteren Etage mit aufregenden Bildern aus der Wissenschaft, die von sphärischen Klängen umrahmt werden. Jedoch ist es hier nicht wichtig zu wissen, wie die verschiedenen Techniken heißen oder wie genau eine Sternenexplosion funktioniert &#8211; vielmehr wird das Staunen über die künstlerische Ästhetik der Wissenschaft angeregt.<br />
Für jeden ist etwas dabei: vom Wissenschaftler, über Studenten, bis hin zum Partner, der eine Ablenkung sucht, während seine Partnerin sich dem Shoppen hingibt.<br />
An die Sammler wird auch gedacht: jede „Wunderkammer“ präsentiert sich in einem Heftchen, so dass alle 16 Institutionen in einer Faltbox zusammengetragen werden können. Zudem gibt es am Hauptpunkt (vor REWE), einige interessante Informationen rund um die Forscher und ihre Tätigkeiten. Wer sich noch weiter bilden möchte, sollte die lampenschirmähnlichen „Schon gewusst?“ Plätze aufsuchen.<br />
Lassen Sie sich auf eine neue Art und Weise in die Welt der Wissenschaft entführen. Kommen und staunen Sie!</p>
<p><a href="http://www.hausderwissenschaft.org/hdw/veranstaltungen/Wunderkammer_Wissenschaft.html" target="_blank">Weitere Informationen zur Wunderkammer Wissenschaft</a></p>
<p>(Autorin: Fabienne le Thiec)</p>
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		<title>Elektroautos &#8211; unsere Mobilität der Zukunft?</title>
		<link>http://blog.hausderwissenschaft.org/?p=835</link>
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		<pubDate>Mon, 29 Mar 2010 14:20:29 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Haus der Wissenschaft</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemeines]]></category>

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		<description><![CDATA[Was ist eigentlich Zukunft? Das war die gute Frage eines Gastes in diesem ersten Energiecafé. Zunächst beschränkten sich die Referenten auf einen eher konkreten Ausblick auf die nächsten 10-20 Jahre. Dabei gaben sich alle einigermaßen optimistisch, dass die Forschung im Bereich der Elektroautos die derzeitigen Probleme &#8211; Reichweite, Preis, Infrastruktur &#8211; in den Griff bekommen [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Was ist eigentlich Zukunft? Das war die gute Frage eines Gastes in diesem ersten Energiecafé. Zunächst beschränkten sich die Referenten auf einen eher konkreten Ausblick auf die nächsten 10-20 Jahre. Dabei gaben sich alle einigermaßen optimistisch, dass die Forschung im Bereich der Elektroautos die derzeitigen Probleme &#8211; Reichweite, Preis, Infrastruktur &#8211; in den Griff bekommen sollte. <span id="more-835"></span>Paul Anfang (BS ENERGY) machte Hoffnung, dass eine geeignete Infrastruktur zur Verfügung gestellt werden könnte, während Wolfgang Müller-Pietralla (Volkswagen AG Zukunftsforschung) und Gunnar Bärwaldt (Niedersächsisches Forschungszentrum Fahrzeugtechnik) die Hoffnungen nährten, in nächster Zukunft geeignete Fahrzeugmodelle und die dazu gehörige Technik bereitstellen zu können. Natürlich hätten auch wir als Verbraucher eine Aufgabe: Nämlich diese neue Form des Antriebs zu akzeptieren und die Modelle dann auch zu kaufen.</p>
<p>Viel weiter in Zukunft zu blicken, wagte noch keiner der drei Referenten.  Statt Luftschlösser zu bauen und falsche Erwartungen zu wecken, sollte man der Bevölkerung nun das tatsächlich Erwartbare vermitteln. Markus Weißkopf (Haus der Wissenschaft) fügte hinzu, dass dies sicherlich weiterhin im Haus der Wissenschaft möglich gemacht wird.</p>
<p>Im nächsten Energiecafé geht es im Mai darum, wie aus Abwasser Strom erzeugt werden kann. Dann sind wir zu Gast bei unseren Partner des Wissenschaftsjahres Energie, im BS ENERGY-Café im Bohlweg.</p>
<p>(Autor: Markus Weißkopf)</p>

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		<title>Das gehört nicht zum alten Eisen&#8230;</title>
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		<pubDate>Fri, 19 Mar 2010 08:55:43 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Haus der Wissenschaft</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemeines]]></category>

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		<description><![CDATA[…sondern zur aktuellen Forschung in Braunschweig. Die neue Reihe “LOGO &#8211; Wissenschaft aus  Braunschweig” präsentiert sich ganz intermedial. Am 03.März konnte  ein Publikum live im Haus der Wissenschaft einer  spannenden Diskussion über psychologische, gesundheitliche und  gesellschaftliche Aspekten zum Thema “Das Geheimnis des Alterns” folgen,  die dann im Informationsradio NDR Info [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>…sondern zur aktuellen Forschung in Braunschweig. Die neue Reihe <a title="LOGO auf NDR " href="http://www1.ndr.de/unternehmen/presse/pressemitteilungen/pressemeldungndr5514.html" target="_blank">“LOGO &#8211; Wissenschaft aus  Braunschweig”</a> präsentiert sich ganz intermedial. Am 03.März konnte  ein Publikum live im <a href="http://www.hausderwissenschaft.org" target="_blank">Haus der Wissenschaft</a> einer  spannenden Diskussion über psychologische, gesundheitliche und  gesellschaftliche Aspekten zum Thema “Das Geheimnis des Alterns” folgen,  die dann im Informationsradio <a title="NDR Info Home" href="http://www.ndrinfo.de/" target="_blank">NDR Info</a> <a title="LOGO  - Das Wissenschaftsradio" href="http://www.ndrinfo.de/programm/sendungen/logo114.html" target="_blank">ausgestrahlt</a> wurde. Nun  gibt es auf <a href="http://www.mikrofilm.tv" target="_blank">www.mikrofilm.tv</a> die Veranstaltung, ein exklusives Interview  mit dem Gedächtnis-Spezialisten <a title="Prof. Korte" href="http://www.lernwelt.at/begegnungen/begegnungenteil1/profdr-martin-korte/index.html" target="_blank">Prof. Dr. Martin Korte </a>und ganz  persönliche Einschätzungen aus dem Publikum in Bild und Ton: <a href="http://www.mikrofilm.tv/2010-03/das-gehoert-nicht-zum-alten-eisen/" target="_blank">http://www.mikrofilm.tv/2010-03/das-gehoert-nicht-zum-alten-eisen/</a></p>
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		<title>Projekt „Licht und Schatten“ &#8211; Eine Ausstellung von Kinderbildern…</title>
		<link>http://blog.hausderwissenschaft.org/?p=824</link>
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		<pubDate>Wed, 17 Mar 2010 11:00:20 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Haus der Wissenschaft</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemeines]]></category>

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		<description><![CDATA[Am 25.02.2010 wurde die Ausstellung „Licht und Schatten“ im Haus der Wissenschaft eröffnet. Erstmals waren dort Arbeiten von Kindern zu bewundern.
Die Kinder haben mit dem Thema Fotografie experimentiert, sowohl im Freien als auch in der Dunkelkammer gearbeitet. Eine andere Kindergruppe erforschte malerisch den Polarkreis, frei nach dem Motto: &#8220;Polarkreis, Packeis &#8230;&#8221;! Unter der Anleitung von [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Am 25.02.2010 wurde die Ausstellung „Licht und Schatten“ im Haus der Wissenschaft eröffnet. Erstmals waren dort Arbeiten von Kindern zu bewundern.<br />
Die Kinder haben mit dem Thema Fotografie experimentiert, sowohl im Freien als auch in der Dunkelkammer gearbeitet. Eine andere Kindergruppe erforschte malerisch den Polarkreis, frei nach dem Motto: &#8220;Polarkreis, Packeis &#8230;&#8221;! <span id="more-824"></span>Unter der Anleitung von buntich-Dozenten haben die Kinder in der Jugendkunstschule künstlerisch verschiedene Themen entwickelt. Ein Highlight war das Gemälde, das in Zusammenarbeit aller kleinen Künstler entstanden ist.<br />
Die Kunstwerke der Kinder werden bis zum <strong>26. März 2010</strong> im Haus der Wissenschaft zu sehen sein.<br />
Die Besonderheit war die erstmalige Zusammenarbeit zwischen der <a href="http://www.buntich-online.de/" target="_blank">Jugendkunstschule Buntich</a> und dem <a href="http://www.teremok-ev.de/cms/front_content.php" target="_blank">Verein Teremok</a>, einem Förderverein für zweisprachige Erziehung von russischen Migrantenkindern. Teremok-Kinder und buntich-Kinder malten, fotografierten und experimentierten gemeinsam.<br />
Als Sponsor des Haus der Wissenschaft unterstützte <a href="http://www.eckcellent-it.de/" target="_blank"><strong>eck*cellent IT</strong></a> dieses Projekt tatkräftig in seiner Entstehung. Eine Mitarbeiterin der <strong>eck*cellent IT</strong> wirkt aktiv im Verein Teremok mit. Ihre Tochter ist eine begeisterte junge Künstlerin des Projektes.<br />
Ziel der Ausstellung war und ist es auch weiterhin, den Nachwuchs zu fördern und ausländische Kinder zu integrieren. Dank der guten Zusammenarbeit zwischen den Schulen, dem Haus der Wissenschaft und der <strong>eck*cellent IT </strong>wird es nicht das letzte Projekt bleiben.﻿</p>
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		<title>Bier kühlt stehend schneller als liegend!</title>
		<link>http://blog.hausderwissenschaft.org/?p=799</link>
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		<pubDate>Tue, 02 Mar 2010 16:17:33 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Haus der Wissenschaft</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemeines]]></category>
		<category><![CDATA[Veranstaltung]]></category>

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		<description><![CDATA[Das ist für den Großteil der über 300 Leute, die am 26. Februar beim sechsten Science Slam im Haus der Wissenschaft dabei sind, wohl die Message des Abends. Martin Buchholz, Gewinner des letzten Slam, bringt diese und weitere interessante Erkenntnisse in seinem „kurzen Vortrag in hoffentlich 10 Minuten“: Ein inverses Verfahren zur Bestimmung lokaler Wärmeübertragungskoeffizienten [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Das ist für den Großteil der über 300 Leute, die am 26. Februar beim sechsten Science Slam im Haus der Wissenschaft dabei sind, wohl die Message des Abends. <a href="http://www.youtube.com/watch?v=x7WA1wV_hHM" target="_blank">Martin Buchholz</a>, Gewinner des letzten Slam, bringt diese und weitere interessante Erkenntnisse in seinem „kurzen Vortrag in hoffentlich 10 Minuten“: <em>Ein inverses Verfahren zur Bestimmung lokaler Wärmeübertragungskoeffizienten an einem Lamellen-Rohrbündel-Wärmeübertrager mittels Infrarot-Thermographie</em> dem Publikum näher. Der wissenschaftliche Mitarbeiter vom Institut für Thermodynamik beweist, dass ingenieurwissenschaftliche Themen keinesfalls „spröde und unsexy“ sein müssen und schafft es beinahe, ein zweites Goldenes Hirn mit nach Hause zu nehmen.<span id="more-799"></span><br />
Allerdings gibt die Publikumsjury dem Teilnehmer vom Institut für Pharmakologie, Toxikologie und Klinische Pharmazie einen Punkt mehr. Gibt es da auch was von Ratiopharm? – fragt <a href="http://www.youtube.com/watch?v=0nPgg3uu9i4" target="_blank">Jan Krähling</a> in seinem Vortrag <em>Uni auf Droge</em>. &#8211; Nein, aber von Novartis: Ritalin, das Medikament, welches Kinder mit Aufmerksamkeitsdefizitstörung bekommen, werde immer häufiger missbraucht, um für eine Steigerung der Leistungsfähigkeit zu sorgen. Allerdings erfahren wir, dass dieses Arzneimittel nur bei Kindern mit solch einer Krankheit effektiv sei und es bei gesunden Menschen, sprich Studenten oder Erwachsenen, keinerlei Wirkung habe. So solle man sich als Placebo lieber Kaffee und Schokolade aussuchen. Dies sei günstiger, leichter zu bekommen und vor allem auch viel leckerer!</p>
<p>Weiterhin erfahren wir bei diesem Science Slam, <a href="http://www.youtube.com/watch?v=1NRacdCHCHk&amp;feature=related" target="_blank">warum Türken in Deutschland andere Werbung brauchen</a>, ob und wie Sex und Mathematik zusammenhängen und welche Dinge man in die weite Welt hinaus twittern kann.<br />
Alle, die zu Hause geblieben sind oder leider nicht mehr in die Aula reingepasst haben, können die Beiträge der Kandidaten auf <a href="http://www.youtube.com/user/HausderWissenschaft" target="_blank">YouTube</a><a></a> sehen und sich zudem auf den nächsten Science Slam freuen, der am 19. Juni 2010 mit viel Platz im Audimax-Zelt der TU Braunschweig stattfinden wird.</p>
<p>(Autorin: Friederike Lehmann)</p>

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		<title>Dummer Esel oder schlauer Fuchs?</title>
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		<pubDate>Tue, 23 Feb 2010 19:08:48 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Haus der Wissenschaft</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemeines]]></category>
		<category><![CDATA[Veranstaltung]]></category>
		<category><![CDATA[Vortrag]]></category>

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		<description><![CDATA[„Du Esel!“, sagen wir, wenn wir meinen, dass ein Anderer sich dumm verhalten hat. Nicht selten finden wir jemanden „saublöd“. Und Nachbars Tochter ist wirklich eine „dumme Gans“.
Das Haus der Wissenschaft sagt: Schluss mit solchen Diskriminierungen! Um unsere pelzigen (wahlweise gefiederten) Freunde zu rehabilitieren, luden wir Claudia Ruby ein. Die Biologin und Wissenschaftsjournalistin hat ein [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>„Du Esel!“, sagen wir, wenn wir meinen, dass ein Anderer sich dumm verhalten hat. Nicht selten finden wir jemanden „saublöd“. Und Nachbars Tochter ist wirklich eine „dumme Gans“.</p>
<p>Das Haus der Wissenschaft sagt: Schluss mit solchen Diskriminierungen! Um unsere pelzigen (wahlweise gefiederten) Freunde zu rehabilitieren, luden wir Claudia Ruby ein. Die Biologin und Wissenschaftsjournalistin hat ein Buch zum Thema tierische Intelligenz geschrieben, das sie in der neuen Reihe „Treffpunkt Literatur und Wissenschaft“ vorstellte. Sie zeigte: Viele Tiere sind schlauer als gedacht und die Verhaltensforschung hält so manche Überraschung für uns bereit.<span id="more-783"></span></p>
<p>Nehmen wir den Werkzeuggebrauch. Lange Zeit dem Menschen vorbehalten, wackelt unser Thron gewaltig: Längst ist bekannt, dass etwa Schimpansen sich verschiedener Hilfsmittel bedienen, um an Futter zu gelangen, das ihnen sonst verwehrt bliebe.</p>
<p>Nun denn, gehen wir einen Schritt weiter. Sicher gibt es keine Tiere, die in der Lage sind, Werkzeuge selbst herzustellen. Ätsch, Krähe Betty macht uns einen Strich durch die Rechnung. Aus einem Stück Draht formt sie einen Haken und „angelt“ sich ihr Futter.</p>
<p>Wir ahnen, der Versuch, eine klare Grenze zwischen Mensch und Tier zu ziehen, wird zum endlosen Rückzugsgefecht. Stellen wir nun die Gretchenfrage: „Weißt du wer du bist?“ Selbsterkenntnis als typisch menschliche Eigenschaft? Wer schon mal seinen Stubentiger vor dem Spiegel einen Katzenbuckel hat machen und den vermeintlichen Feind anfauchen sehen, mag es glauben. Doch auch hier finden sich Gegenbeispiele: Elstern wissen beim Blick in den Spiegel durchaus, wen sie vor sich haben.</p>
<p>Nächster Schritt: Die Sprache. „Ha!“ Denkt sich mancher. „Nun haben wir euch aber, ihr räudigen Viecher! DAS könnt ihr nicht!“ Nun ja… Bonobomännchen Kanzi belehrt uns eines besseren: Sprechen kann er zwar nicht, dazu fehlt ihm die genetische Ausstattung. Immerhin hat der Affe aber einen Wortschatz von 150 Wörtern und kann sich mit Hilfe von Symboltafeln doch recht gut verständigen.</p>
<p>Puh, was bleibt uns da noch? Die Krone der Schöpfung, ihrer Herrschaft beraubt? Naja, nicht ganz. Claudia Ruby zauberte zum Schluss doch noch eine Eigenschaft aus dem Ärmel, die typisch menschlich zu sein scheint: Der Wunsch, Erfahrungen miteinander zu teilen. „Guck mal, guck mal!“, Menschenkinder wollen, wenn sie etwas Spannendes sehen, die Erwachsenen darauf aufmerksam machen. Ein solches Verhalten ist von keinem Tier bekannt. Hinzu kommt natürlich, dass zwar immer wieder einzelne Fähigkeiten bei Tieren beobachtet werden, die auf so etwas wie Intelligenz schließen lassen. Jedoch vereint kein Tier ähnlich viele dieser Fertigkeiten wie der Mensch.</p>
<p>Offen bleibt am Ende die Frage, wie „Intelligenz“ überhaupt zu definieren ist und wie sich „Intelligenz“ klar von „Instinkt“ abgrenzen lässt. Vorsicht ist geboten, um bei neuen Versuchsergebnissen nicht in die Intelligenzfalle zu tappen und vorschnell über bloße Instinkthandlungen zu jubeln.</p>
<p>(Autorin: Christiane Niehues-Pröbsting)</p>

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